Rotierende Hintergrundbilder mit feh

Wer gerne reine Fenstermanager nutzt, stößt mitunter auf das Problem: “Wie lässt sich das Hintergrundbild einrichten?”

Hierzu gibt es unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten. Eine Variante ist z.B. einen Terminal-Emulator wie eterm zu benutzen, eine Variante, die sich bei meinen ersten Schritten mit Fluxbox recht unkompliziert einrichten ließ.

Andererseits lassen sich auch schnelle Dateimanager wie Rox oder PCManFM zum Setzen des Wallpapers bewegen. Nicht zu vergessen erledigt das Gnome-Pendant Nautilus genau diese Aufgabe, ist auf Grund der vielen Abhängigkeiten mit der Gnome-Desktopumgebung aber nicht immer die erste Wahl für eine leichtgewichtige Linuxumgebung.

Und dann wäre da noch feh. Feh ist kleines, aber mächtiges Kommandozeilen-Programm, welches Bilder blitzschnell anzeigen und auch manipulieren kann. Dabei lässt es sich über die Tastatur steuern, bietet aber ebenfalls die Möglichkeit mit der Maus Optionen auszuführen.

Seine Stärken spielt es auch in grafischen Dateimanagern wie Thunar oder Feedreadern wie canto aus, wo ich es als Bildbetrachter voreingestellt habe.

Einzelnes Hintergrundbild

Um das Hintergrundbild zu zeichnen, erstellt man eine versteckte Textdatei namens .fehbg im Homeverzeichnis und fügt diesen Code dort ein:

feh –bg-scale ‘~/Bilder/mein-hintergrund-bild.jpg’

Damit das Hintergrundbild automatisch beim Start von X gezeichnet wird, ist es notwendig diesen Befehl entweder durch einen Eintrag in der Datei .xinitrc auszuführen oder wie z.B. beim Fenstermanager Openbox von der Datei autostart.sh auf .fehbg zu verweisen, die sich bei Debian in ~/.config/openbox/ befindet.

Neben anderen nützlichen Programmen zum Starten eines Panels oder Energieverwaltungsprogramms, sieht danach meine autostart.sh z.B. so aus:

sh ~/.fehbg

lxpanel&

xfce4-power-manager&

Rotierende Hintergrundbilder

Um mehrere Hintergrundbilder in einem Bilderverzeichnis nacheinander in einem Intervall von 15 Minuten anzuzeigen, kann man sich ein kleines Skript namens wallpaper anlegen und als versteckte Datei in Home abspeichern. Die Idee hierzu habe ich im englischen Archwiki gefunden.

Eine Do-While-Schleife durchsucht das Bilderverzeichnis nach Bildern mit der Dateiendung *.jpg und *.png. Nur die erste Zeile dieser Suche wird an xargs übergeben und man erhält den gleichen Befehl wie zuvor in .fehbg. Das Zeitintervall von 15 Minuten lässt sich natürlich genauso wie das Bilderverzeichnis frei anpassen.

#!/bin/sh
while true;
   do
   find $HOME/Bilder -type f -name '*.jpg' -o -name '*.png' | shuf -n 1 | xargs feh --bg-scale
   sleep 15m
done &

Indem man in der autostart.sh anstatt

sh ~/.fehbg

sh ~/.wallpaper

schreibt, hat man nun mehr Abwechslung auf seinem Desktop, z.B. mit den tollen Naturbildern von Ubuntu 10.10.

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