Eine Lanze für id Software brechen

Ich war schon immer ein großer Fan der Spieleschmiede id Software. Insbesondere bewundere ich bis heute, dass es für dieses Unternehmen nie ein Problem war, auch einen Linux-Client zu seinen Spielen zu entwickeln.

Das waren nicht irgendwelche Spiele, sondern aus heutiger Sicht wahre Spieleklassiker. Keine 2D-Textkonsolenspiele sondern optisch herausragende und Hardware fordernde 3D-Shooter.

Dabei beließen es die Entwickler nicht nur bei ihren Linux-Clients, sondern sie veröffentlichten den gesamten Quellcode der wichtigen Spielengine in der Regel nach fünf Jahren unter der GPL.

Dies ist auch der Grund, warum heutzutage so viele Quake-Klone existieren, die allesamt durch eine hohe Qualität und neue Feature überzeugen wie z.B. Alien Arena, OpenArena oder Warsow.

Wo wären native Linux Spiele heute, wenn viele andere Spielehersteller diesem Beispiel gefolgt wären? Offensichtlich ist es also keineswegs unmöglich, dass herausragende Spiele auch ihren Weg auf die Linux-Plattform finden. Und genau aus diesem Grund möchte ich mir nur wegen eines optionalen Computerspiels kein weiteres unfreies Betriebssystem zulegen.

Nichtsdestotrotz kann ich damit leben, wenn Hersteller ihr Spiel zuerst einmal unter einer “closed source” Lizenz veröffentlichen. Computerspiele sind optional, weswegen ich hier auch keine Gefahr für freien Informationsaustausch oder das Ende des Informationszeitalters sehe.

Ich erwähnte ja schon, dass ich id Software klasse finde und hier ist ein Spiel, welches es verdient hat vorgestellt zu werden.

DOOM 3

Doom 3 ist mehr als ein Ego-Shooter. Die Bezeichnung “Interaktiver Action-Horror-Film” würde besser zu diesem Titel passen. Vielleicht kann nicht jeder etwas mit der düsteren, beklemmenden Atmosphäre dieses diabolischen Science-Fiction-Klassikers anfangen. Wer sich dennoch darauf einlässt bekommt selbst heute, sieben Jahre nach Veröffentlichung des Spiels, einen guten Eindruck von den Fähigkeiten von id Software.

“Musste man das etwa mit den Händen spielen?” “Das ist ja Babyspielzeug!”

Doom 3 ist tatsächlich schon sieben Jahre alt, wahrhaftig eine Ewigkeit im IT-Zeitalter, doch dafür sah die Grafik damals gar nicht so schlecht aus oder?

Wer Doom 3 gerne mit seiner Lieblingsdistribution spielen möchte, braucht nicht viel zu tun. Zuerst sollte das sogenannte Point Release heruntergeladen werden, eine Datei, die ähnlich aussieht wie doom3-linux-xxx.run.

Danach muss man sie nur noch mit chmod + x doom3-linux-1.3.1.1304.x86.run ausführbar machen und als root oder mit sudo voran

sh doom3-linux-1.3.1.1304.x86.run ausführen.

Die auf den Original-CDs existierenden *.pak Dateien befinden sich in /Setup/Data/base/ und müssen nach /usr/local/games/doom3/base kopiert werden.

Danach lässt sich das Spiel entweder durch Klick auf das Doom-3-Symbol in seinem Anwendungsmenü starten oder direkt als Befehl doom3 im Terminal ausführen.

Die Installation wird gut auf ubuntuusers.de oder holarse-linuxgaming.de beschrieben.

Dort findet sich auch ein guter Tipp, wie man die Bildschirmauflösung von Doom 3 anpassen kann, falls diese nicht direkt unterstützt wird. Für eine 1680×1050 Auflösung muss nur noch einmalig

doom3 +set r_mode -1 +set r_customwidth 1680 +set r_customheight 1050

im Terminal ausgeführt werden.

Spielen unter Linux ist ohne weiteres möglich. Id Software ist der beste Beweis dafür. Bleibt nur noch allen iddqd zu wünschen. ;)

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