Humble Indie Bundle 4, Shank, Bit.Trip Runner und Aquaria im Überblick

Der Verkauf des Humble Indie Bundle 4 läuft schon seit einigen Tagen, doch ich wollte mir dieses Mal etwas Zeit nehmen um drei Spiele aus dem aktuellen und erst vor kurzem zu Ende gegangenen letzten Bundle vorzustellen.

Zuletzt habe ich ein paar kritische Stimmen wie z.B. auf linuxundich.de gelesen, ob man als Blog wirklich jedes neue Bundle ankündigen muss, wenn mittlerweile in jeder Linuxecke des Internets darüber berichtet wird. Da ist was Wahres dran. Ich sehe den Sinn eines Blogs ebenfalls nicht in Ankündigungen und Nachrichtenmeldungen. Es gibt mehr als genug Seiten, die sich darauf spezialisiert haben.

Beim Humblebundle werde ich dennoch eine Ausnahme machen, auch wenn die Meldungen nicht immer zeitnah erscheinen. Zum einen ist es schwer einzuschätzen, wie viele Menschen tatsächlich schon die Humble-Bundle-Aktionen kennen und zum anderen kann ich zumindest mit dem Verlinken auf die entsprechenden Spieleseiten oder Rezensionen ein kleines Nachschlagewerk zu Indiespielen mit Linux für mich erstellen, dass ich unter dem Schlagwort Humblebundle schnell aufrufen kann.

Auch wenn kaum Zeit bei der in letzter Zeit hohen Frequenz bleibt alle Titel auch durchzuspielen, könnte von mir aus jeden Tag ein neues Bundle erscheinen, denn das bedeutet, dass wieder ein paar Spiele nativ für Linux angeboten werden. Und solange man frei entscheiden kann, ob man 1 Cent oder 100 Euro dafür zahlen möchte oder das Ganze ganz ignorieren kann, ist es die kurze Erwähnung für alle Linuxspieler und alle die es werden wollen sicher wert.

Aquaria

In der zweidimensionalen Unterwasserwelt von Aquaria schlüpft man in die Rolle von Naija, mit der man sich auf die Reise nach ihrer Vergangenheit begibt. Gleichzeitig erfährt man durch die Erzählerin, Naijas Stimme aus der Zukunft, über besondere Ereignisse und Orte, womit sich das Puzzle um ihre Erinnerung nach und nach zusammensetzt.

Naija ist in der Lage mit Hilfe der Aquaria durchströmenden Kraft des Verse mit Objekten zu interagieren und Zauber zu wirken. Die Entwickler haben diesen Teil des Spiels phantasievoll gelöst, indem Naija kurze Töne in einer bestimmten Reihenfolge singen oder einen Ton passend zur Farbe eines Gegenstands längere Zeit halten muss, um an den Inhalt zu gelangen.

Das Spiel vereinigt einige Rollenspielelemente wie das Zubereiten von Speisen und ein Zaubersystem mit typischen Aufgaben wie dem Erkunden der Unterwasserwelt, das Lösen von Rätseln und Kämpfe mit feindlich gesonnenen Kreaturen.

Als Adjektive zu Aquaria fallen mir charmant, bezaubernd und phantasievoll ein. Die Atmosphäre des Spiels ist dicht, wozu auch die sehr gelungene Musik und die Stimme der englischen Erzählerin beiträgt. Eine deutsche Übersetzung scheint es in Form von Untertiteln zu geben. Das Spiel ist für Kinder perfekt geeignet.

Die Installation unter Linux ist sehr gut. Es gibt sowohl 32bit- als auch 64bit-Deb- oder RPM-Pakete. Das Spiel wird nach /opt installiert. Wer eine Fehlermeldung beim Installieren erhält, die auf ein fehlendes Verzeichnis hinweist, sollte den leeren Ordner /usr/local/share/desktop-directories/ anlegen. Das Problem scheint aber ein spezifisches Problem bei einer reinen Lösung mit Fenstermanagern zu sein. Besonders auch: Die Spielengine von Aquaria wurde unter der GPL veröffentlicht.

Shank

Das Erste was mir in den Sinn kam war ein Spruch des Duke : “I’m here to kick ass and chew bubblegum and i’m all outta gum.” Shank ist ein im Comicstil gezeichnetes 2D-Haudraufspiel mit Stil. Wer Desperado mochte, wird Shank lieben. Obwohl das Spiel “nur” zweidimensional ist, hat man stellenweise das Gefühl in einem echten Film zu sitzen, der alles hat, was einen guten Actionfilm auszeichnet: Rache, fiese Typen, coole Sprüche und sinnlose Gewalt.

Mit Hilfe zweier Messer und Pistolen, Granaten, einer Schrotflinte und der Kettensäge (fehlt nur noch die BFG9000) macht sich Shank auf seinen Rachefeldzug um den “Butcher” zur Strecke zu bringen. Dass er dabei nicht immer sehr subtil vorgeht versteht sich von selbst, was dem Spiel in Deutschland zu einer USK-18-Freigabe verholfen hat. Ein weiterer Bonus von Shank: Es gibt einen Mehrspielermodus.

Der Bin-Installer für Linux funktionierte problemlos. Das Spielverzeichnis lässt sich frei wählen. Das Einzige was ich bedauert habe war mein fehlender Gamecontroller, mit dem die Komboangriffe sicher noch mehr Spaß machen würden.

Bit.Trip Runner

Bit.Trip Runner ist ein in Retromanier gezeichnetes…Rennspiel? Die Spielfigur, CommanderVideo, läuft dazu ununterbrochen, worin die Schwierigkeit des Spiels liegt, zu Chiptuneklängen in dieser seitwärts scrollenden Pixelwelt. Man muss zum richtigen Zeitpunkt über ein Hindernis springen, hinunter durchgleiten oder es durch einen Tritt aus dem Weg räumen. Der Musikrhythmus passt sich dann passend zu den Aktionen an, was bei 50 verschiedenen Leveln, eben auch zu 50 vollkommen verschiedenen Musikstücken führt.

Am Anfang muss man lediglich über Hindernisse springen, der Schwierigkeitsgrad steigt, wie sollte es anders sein, von Level zu Level an. Ich hatte teilweise Probleme auf Grund der großen Pixel noch die Spielfigur und die Hindernisse zu sehen und bis man den Dreh mit dem Timing raus hat, kann es teilweise mehrere Anläufe brauchen. Ich denke das Youtube-Video zeigt das Spielprinzip ziemlich gut.

Die Installation ist dank vorgefertigter 32bit- und 64bit-Deb-Pakete ein Kinderspiel.

Ansonsten befinden sich im Humble Indie Bundle 4 noch folgende Spiele und Soundtracks.

2 Kommentare zu Humble Indie Bundle 4, Shank, Bit.Trip Runner und Aquaria im Überblick

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