Ein neuer Systemmonitor für Ubuntu 11.04

Scheinbar bin ich nicht der Einzige, der die alten Gnome Applets im Panel vermisst. Es gibt schon verschiedene Projekte auf launchpad.net, die versuchen das alte Gefühl zurück in das Panel von Unity zu bringen.

Indicator-Multiload

Indicator Multiload lässt sich aus dem PPA wie folgt installieren:

sudo add-apt-repository ppa:indicator-multiload/stable-daily
sudo aptitude update
sudo aptitude install indicator-multiload

Indicator-Sysmonitor

Es gibt für indicator-sysmonitor ein Deb-Paket, welches sich nach dem Herunterladen mit einem simplen Doppelklick installieren lässt.

Der Multiload-Indikator ähnelt und verhält sich auch so wie das alte Gnome-Applet. Lediglich Tooltips, die den zugehörigen Zahlenwert zeigen, fehlen noch. Der Sysmonitor hingegen ist recht schlicht. Die Anzeige von CPU-Auslastung und Speicherverbrauch genügen mir aber schon.

Wie immer gilt der übliche Haftungsausschluss. Bei beiden Programmen handelt es sich nicht um offiziell unterstützte Software. Fehler können natürlich jederzeit auftreten. Ich kann mit beiden Applets gut leben. Trotzdem halte ich gerne die Anzahl der zusätzlichen Softwarequellen gering. Wichtig ist mir ein PPA nur für Wine, die neusten Nvidia-Treiber oder für Openshot und Blender, wenn es um Videobearbeitung geht.

Conky

An Alternativen mangelt es nicht. Conky gibt es auch schon viele Jahre und stellt als Systemmonitor praktisch jede erdenkliche Information zur Verfügung.

aptitude install conky

Die globale Konfigurationsdatei befindet sich in /etc/conky/conky.conf und sollte am besten für den normalen Nutzer nach ~/.conkyrc kopiert werden. Zur individuellen Konfiguration von Conky lassen sich wahrscheinlich ganze Bücher füllen. Wer es deshalb einfach mag, muss die Standardkonfiguration aber nur an zwei Stellen anpassen und erhält das Ergebnis auf dem folgenden Screenshot.

alignment bottom_right
own_windows_transparent yes

Die zweite Zeile muss hinzugefügt werden. Dadurch erscheint es, als ob conky direkt auf dem Desktop liegen würde. Damit conky auch jedes Mal beim Systemstart angezeigt wird, muss es als Startprogramm unter Systemeinstellungen->Startprogramme hinzugefügt werden. Als Befehl genügt conky. Die Systemeinstellungen befinden sich neuerdings oben rechts, wenn man auf den Ausschalten Knopf klickt. :roll:

Auf das Wesentliche reduziert könnte Conky auch wie im folgenden Bild aussehen. Die Ausgabe wurde auf RAM und CPU beschränkt. Mit der Option double_buffer yes verschwindet zwar das Flackern, wenn man own_window no gesetzt hat und somit den Fensterrahmen um conky vermeidet. Nautilus wehrt sich aber dagegen und zeigt danach keine Bilder mehr auf dem Desktop an.

Die Position der Ausgabe lässt sich mit den Optionen gap_x und gap_y ändern. Im Netz existieren wahre Conky-Kunstwerke. Wer mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist, findet mit einer Suche nach conkyrc schnell viele weitere Beispiele. Mehr Informationen zu conky und mögliche Problemlösungen gibt es auf ubuntuusers.de

Meine Mini-Conkyrc:

alignment bottom_right
background no
border_width 1
cpu_avg_samples 2
default_color white
default_outline_color white
default_shade_color white
draw_borders no
draw_graph_borders yes
draw_outline no
draw_shades no
use_xft yes
xftfont DejaVu Sans Mono:size=12
gap_x 735
gap_y 419
minimum_size 5 5
net_avg_samples 2
no_buffers yes
out_to_console no
out_to_stderr no
extra_newline no
own_window yes 
own_window_transparent yes
own_window_class Conky
own_window_type desktop
stippled_borders 0
update_interval 1.0
uppercase no
use_spacer none
show_graph_scale no
show_graph_range no

TEXT
${color grey}RAM:$color $mem/$memmax
${color grey}CPU:$color $cpu%

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